eCommerce: Millionenverluste durch Rechtschreibfehler

Nicht aus den Reihen von Lektoren und Sprachdienstleistern, sondern aus dem Munde eines eCommerce-Experten kommt die Einschätzung, dass falsche Rechtschreibung im eCommerce Millionen kosten kann. Charles Duncombe, Geschäftsführer der Just Say Please-Gruppe (aktiv u.a. im Reise-, Mode- und Mobiltelefonmarkt) konnte nach einem Korrektorat der Texte auf den von seiner Gruppe betriebenen Seiten eine Verdoppelung der Einnahmen verbuchen.

Rechtschreibung als Glaubwürdigkeitsfaktor

Korrekte Rechtschreibung, so die Einschätzung Duncombes, ist essentiell für die Glaubwürdigkeit eines Webangebots. Angebote mit Rechtschreibfehlern werden vom Kunden schnell als unseriös und unsicher wahrgenommen. Wo Vertrauen und Sicherheit zu den zentralen Aspekten des Verkaufserfolgs zählen, ein absolutes K.O.-Kriterium.

Korrektorat als SEO-Maßnahme

Worauf Duncombe nicht eingeht, was aber genauso ein entscheidender Faktor im Kampf um Marktanteile ist, sind die SEO-Auswirkungen von Rechtschreib- oder Tippfehlern im Web. Wer einen Plasma-Fernseher verkaufen möchte, aber einen Plamsa-Fernseher anpreist, oder seine Laptoptaschen als Labtoptaschen bewirbt, der verliert nicht nur beim Thema Seriosität, sondern auch im Suchmaschinenranking.

Mehr als entscheidende Gründe, bereits fernab von Keywordoptimierung oder anderen SEO-Maßnahmen für qualitativ einwandfreie Texte zu sorgen – die Kosten für ein professionelles Korrektorat oder Lektorat haben sich garantiert schnell amortisiert…

KF/msh | Quelle: bigmouth media

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
Dr. Katja Flinzner
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6 Kommentare
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    Anna sagte:

    Ich finde es sehr gut, dass das Thema Rechtsschreibfehler in der E-Commerce angesprochen wird. Die Online Marketing Experten müssen endlich einsehen, wie rufschädigend Rechtsschreibfehler in den Werbeslogans und PR-Artikeln sein können. Im Suchmaschinenmarketing hat ein Werbetreibender oft Sekunden, um den User von seinem Angebot zu überzeugen. Tauchen z.B. in einer AdWords-Anzeige Rechtsschreibfehler auf, wird sie im besten Fall ignoriert, was sogar schon kurzfristig den Klickpreis nach oben treiben kann.

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    Katja Flinzner sagte:

    Absolut! Was mich immer wieder erstaunt, ist, wie wenig Bedeutung dem Thema in der Regel beigemessen wird. Was man teilweise an Texten im Web findet, in Online-Shops und anderswo, ist haarsträubend. Dabei wäre ein professionelles Korrektorat verglichen mit den Kosten oder entgangenen Einnahmen, die durch die Fehler entstehen, deutlich rentabler.

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    Michael Karl sagte:

    Wir empfehlen unseren Kunden schon immer penibel auf Rechtschreibung und korrekte Grammatik zu achten. Die Glaubwürdigkeit ist um ein vielfaches höher, wenn man sich hier die Zeit nimmt, und seine Texte professionell präsentiert. Daher kann ich der Prognose nur zustimmen. Eine repräsentative Studie wäre natürlich besonders interessant.

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