EU-Verbraucherrecht: Aus für die 40-EUR-Klausel

Der kürzlich von Branchenverbänden in ganz Europa scharf kritisierte Entwurf für eine neue EU- Verbraucherrechtsrichtlinie hat eine weitere Hürde genommen, dabei aber zumindest einen kritischen Aspekt verloren. Als Ergebnis der Verhandlungsrunde zwischen Europäischem Parlament und Ministerrat am 07. Juni 2011 wurde u.a. eine EU-weit einheitliche Widerrufsfrist von 14 Tagen festgelegt, außerdem wurden weitreichende Informationsvorschriften sowie ein Schutz der Verbraucher vor versteckten Kosten (bspw. durch vorausgewählte Checkboxen) beschlossen.

Nicht durch die Abstimmung schaffte es aufgrund des massiven Protestes seitens des Handels die Aufnahme der derzeit nur in Deutschland geltenden 40-EUR-Klausel, nach der bei einem zurückgesendeten Warenwert von über 40 EUR der Verkäufer zusätzlich zu den Hinsendekosten auch die Rücksendekosten zu tragen hat. In Deutschland darf also auf ein Ende dieser für die Händler problematischen einseitigen Kostenverteilung gehofft werden.

KF/msh | Quellen: EU-Kommission | Internet Retailing

Dr. Katja Flinzner

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Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
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