Frankreich plant Steuer auf Online-Werbung

In Frankreich hat der Senat einen Änderungsantrag verabschiedet, der eine zusätzliche Steuer von 1% auf Online-Werbung vorsieht. Die Steuer ist von allen französischen Unternehmen zu zahlen, die Online-Werbung schalten und berechnet sich aus der Nettosumme der für die Online-Werbung gezahlten Kosten.

Frankreich möchte damit den massiven Steuerausfall abfedern, den es in der Abwanderung von Werbe-Umsätzen nach Irland sieht: Branchen-Gigant Google erzielt auch in Frankreich mit Abstand die meisten Werbeeinnahmen – versteuert diese aber in Irland. Die Befürworter dieser Sondersteuer rechnen mit Steuereinnahmen zwischen 10 und 20 Millionen EUR durch die geplante Abgabe.

Zahlreiche Verbände aus der IT-Wirtschaft haben sich bereits gegen die Zusatzsteuer ausgesprochen. Es wird vor allem eine Benachteiligung kleinerer Unternehmen befürchtet, da diese im Gegensatz zu den Großunternehmen meist keine Möglichkeit haben, die Werbeausgaben zum Beispiel einfach bei einer Auslandstochter anzusiedeln.

Auch wenn noch einige Details zu klären sind, kann der Änderungsvorschlag auf breite Zustimmung seitens der Regierung und auch von Staatspräsident Nicolas Sarkozy persönlich hoffen.

Quelle: ZDnet.fr

Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
Dr. Katja Flinzner