Handel in Europa: Mehr Volumen, mehr Konflikte

Die europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) sind erster Ansprechpartner bei Konflikten im grenzüberschreitenden EU-Handel. Wo mehr gehandelt wird, entstehen auch mehr Konflikte – und so stellen die Verbraucherschütze in ihrem aktuellen Bericht über Beschwerdefälle im Berichtszeitraum 2008-2009 einen deutlichen Anstieg der Beschwerden fest. Insgesamt stiegen die Rechtsstreitigkeiten um 3.158 auf 5.246 Fälle, die Verbraucheranfragen um 7.051 auf 13.74 Anfragen. Rund 50% der im ECC bearbeiteten Fälle sind im eCommerce angesiedelt.

Die meisten Probleme tauchen im Bereich Lieferschwierigkeiten, in Bezug auf die gelieferte Ware/Dienstleistung sowie im Hinblick auf Vertragsklauseln auf. Dass deutsche Online-Händler bei den beanstandeten Händlern ganz vorne auf der Liste stehen, ist dabei weniger auf geringe Seriosität des deutschen Online-Handels zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, dass Deutschland auch im Online-Handel in Sachen Export die Nase vorn hat.

Des Weiteren geht der Bericht auch auf die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf den Online-Handel, die europäische Gesetzgebung im Bereich des Online-Handels, Unterschiede in den natoinalen Gesetzgebungen sowie auf Internet-Betrug und Rechtsdurchsetzung ein.

Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland

Die gesamte Studie: The European Online Marketplace: Consumer Complaints 2008 – 2009

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
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