Spanien: Umsetzung der EU-Verbraucherrechtsrichtlinie

Am vergangenen Freitag hat der spanische Ministerrat die Ley General para la Defensa de los Consumidores y Usuarios verabschiedet, die die Vorgaben der neuen EU-Verbraucherrechtsrichtlinie in geltendes nationales Recht umsetzen soll. Damit wird nach dem Inkrafttreten der Gesetzesanpassung in Übereinstimmung mit den EU-weit vereinheitlichten Regelungen zum Online-Handel auch in Spanien eine Widerrufsfrist von 14 Tagen gelten (bislang liegt die Frist auf der iberischen Halbinsel bei 7 Werktagen). Im Rahmen einer Anpassung der Informationspflichten und um versteckte Zusatzkosten zu verhindern, muss der Kunde außerdem den zu zahlenden Gesamtpreis bestätigen bzw. akzeptieren, bevor er die Bestellung abschließt.

Zu den von der EU-Richtlinie vorgegebenen Änderungen zählt auch das Verbot kostenpflichtiger (= über den normalen Telefontarif hinausgehender) Hotlines im Rahmen des Kundendienstes sowie weitere Regelungen für telefonisch abgeschlossene Kaufverträge.

Im nächsten Schritt werden die Änderungen im Parlament diskutiert – in Kraft treten werden sie erst nach der Veröffentlichung im Boletín Oficial del Estado (BOE).

KF/msh | Quellen: ecommerce-news.es |La Moncloa

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
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