Verbraucherrecht: Frankreich setzt die neue EU-Richtlinie um

Zum Start ins neue Jahr hat der in Frankreich für den Verbraucherschutz zuständige Beigeordnete Minister Benoît Hamon in einem Fernseh-Interview erklärt, angesichts der massiven Umsatzsteigerungen im Online-Handel – Schätzungen gehen für das französische Weihnachtsgeschäft 2012 von einem online erwirtschafteten Umsatz von ca. 9 Mrd. EUR aus – die Verbraucherrechte im eCommerce stärken zu wollen. Als zentrale Maßnahme nannte er, neben der Arbeit eines Cyber-Investigationsdienstes, der Täuschungen und Falschinformationen aufdecken soll, die Ausweitung der Widerrufsfrist von aktuell 7 auf 14 Tage.

Das trifft sich gut, denn eine wirklich neue Idee ist das nicht: genau diese Änderung ist schon in der im November 2011 verabschiedeten EU-Verbraucherrechtsrichtlinie vorgesehen, die Frankreich spätestens bis Dezember 2013 ohnehin in nationales Recht umsetzen muss… 🙂

Hamon rät in dem von RTL Frankreich ausgestrahlten Interview außerdem dazu, möglichst bei bekannten französischen Online-Shops einzukaufen – im Ausland gebe es zu viele betrügerische Seiten, die dem Verbraucher falsche Tatsachen vorgaukelten…

KF / msh | Quelle: RTL.fr

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
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