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SEO lernen: Die besten Informationsquellen

Was sind eigentlich die besten Informationsquellen, um SEO zu lernen? Oder um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben?

 

Du möchtest SEO lernen?

Aber du bist dir nicht sicher, wie du das angehen sollst? Eine einfache Antwort auf die Frage, wo und wie du am besten SEO lernen kannst, gibt es auch nicht. Denn das kommt sehr darauf an: Bist du Anfänger, der erstmal die Grundlagen verstehen muss? Oder geht es dir darum, deine SEO-Kenntnisse zu vertiefen und zu perfektionieren? Und vor allem: Wofür genau brauchst du eigentlich SEO?

Deshalb solltest du dir erstmal über ein paar Punkte klarwerden:

  • Wie viel Vorwissen hast du?
  • Was möchtest du mit SEO anfangen?
  • Möchtest du deine eigene Website SEO-fit machen?
  • Möchtest du als Texter*in wissen, wie du deine Texte SEO-optimierst?
  • Möchtest du SEO als Dienstleistung anbieten?
  • Möchtest du die SEOs in deiner Agentur als Kollege oder Kollegin verstärken?
  • Möchtest du wissen, wie du SEO-Anforderungen technisch umsetzt? Und wenn ja: Wofür? Einen Online-Shop? (In welchem Shop-System?) Eine Website? (Wie ist die programmiert? Von Hand? Mit einem CMS? Welchem?)

Fragen über Fragen. Erst wenn du die für dich beantwortet hast, kannst du herausfinden, welche Quellen zum Lernen von SEO für dich die richtigen sind.

Brauchst du ein Diplom?

Möchte zum Beispiel dein Arbeitgeber ein offizielles Papier, auf dem steht, dass du SEO kannst? Dann solltest du vielleicht eine Weiterbildung zum/zur SEO-Manager*in IHK in Erwägung ziehen. Die wird an diversen Industrie- und Handelskammern angeboten, zum Beispiel an der IHK Köln.

Wenn es dir weniger auf’s Papier, sondern mehr auf das praktische Wissen ankommt, ist die Auswahl ungleich größer. Dann kannst du dir Wissen selber anlesen oder in Podcasts anhören oder es dir in Workshops oder Online-Kursen beibringen lassen.

SEO für Anfänger

Zum Start in SEO brauchst du erstmal ein Verständnis davon, was SEO eigentlich heute ist. Denn das ist – zum Glück – nicht mehr dasselbe wie vor 20 Jahren. Das Schöne daran: Grundsätzlich kann heute jeder lernen, was in SEO wichtig ist. Wenn du nicht gerade Expertin für technisches SEO werden möchtest, musst du dafür auch keine Programmierkentnnisse haben oder zum IT-Profi mutieren.

Für Anfänger gibt es direkt hier auf contentIQ jede Menge Einstiegsmöglichkeiten in SEO. Meinen kostenlosen SEO-Mini-Kurs zum Beispiel, den du als Startgeschenk beim Abonnieren meines „Content ❤ SEO“-Newsletter bekommst.

Wenn du dann richtig in SEO einsteigen möchtest, bietet sich mein Online-Kurs SEO-Jetzt! an. Das erste Modul ist genau für dich gemacht, wenn du eine WordPress-Website hast und die so richtig SEO-fit machen möchtest. Die Module 2 und 3 sind technikunabhängig und drehen sich um Keywordrecherche (Modul 2) und SEO-Texten (Modul 3). Wie findest du also heraus, für welche Keywords du deine Seiten optimieren solltest? Und wie baust du die ermittelten Keywords dann am besten in deine Texte ein und strukturierst die so, dass sie für Menschen und Maschinen gleichermaßen überzeugend sind? Diese Module sind perfekt für Texter*innen, die im Kundenauftrag seo-optimierte Texte schreiben sollen – ohne dabei unlesbare Keywordwüsten zu produzieren.

Im Unterschied zu den meisten Online-Kursen ist SEO-Jetzt! übrigens kein reiner Selbstlernkurs, sondern enthält ein integriertes SEO-Coaching. Du kannst mir also jederzeit Fragen stellen oder dich mit den anderen Teilnehmern in einer gemeinsamen Facebook-Gruppe austauschen.

Zu großen Teilen an Anfänger richten sich übrigens auch die noch recht neuen Online-Kurse zum Online-Marketing im Google DigitalWorkshop, also von Google selbst. Mit kurzen Videos (meist ca. 4 Minuten) und anschließenden Testfragen bleiben sie aber auch eher an der Oberfläche und sind wirklich für absolute Einsteiger gedacht.

SEO für Fortgeschrittene und Profis

Wenn du nach dem Einstieg in SEO plötzlich gar nicht mehr genug davon bekommen kannst, oder du tatsächlich zum Vollzeit-SEO werden möchtest, kannst du dich an zahlreichen weiteren Stellen im Netz und außerhalb zu SEO-Themen informieren.

Blogs

Es gibt tausend SEO-Blogs und nicht in allen davon sollte man jedes Wort glauben.

Zu den erfolgreichsten und wohl auch seriösesten SEO-Blogs gehören:

  • Das SEO-Blog von Sistrix.
  • Das Online-Marketing-Blog von Olaf Kopp.
  • SEO Südwest: Perfekt, um in Sachen SEO immer aktuell zu bleiben.
  • Das Blog von Seokratie, einer auf Online-Shops spezialisierten SEO-Agentur.
  • Aus dem englischsprachigen Raum womöglich am bekanntesten: Das (inzwischen auch zu großen Teilen auf Deutsch verfügbare) Blog von Neil Patel.

Podcasts

Lieber auf’s Ohr? In der unendlichen Podcast-Landschaft tummelt sich natürlich auch das ein oder andere SEO-Format.

Ich persönlich komme ja viel zu selten dazu, Podcasts zu hören. Trotzdem versuche ich bei meinen Lieblings-SEO-Podcasts immer halbwegs auf aktuellem Stand zu bleiben. Zum Beispiel hier:

Content Performance Podcast – SEO für Fortgeschrittene

Im Content Performance Podcast plaudern SEO Fabian Jaeckert und Texter Benjamin O’Daniel über SEO und Content Marketing und alles dazwischen. Tiefschürfend, unterhaltsam, sympathisch und auf den Punkt.

Search Camp – Der Online-Marketing-Podcast

Was Markus Hövener, Head of SEO bei Bloofusion, in seinem Search Camp-Podcast erzählt, hat ebenfalls Hand und Fuß. Ist aber häufig einen Ticken technischer als der Content Performance Podcast. Mit regelmäßigem Monats-Rückblick.

SEO im Ohr – die SEO-News von SEO Südwest

SEO im Ohr besteht aus kürzeren Episoden, die häufig Nachrichten direkt von Google verarbeiten. Wer Googles News nicht selber sichten, aber trotzdem immer auf der Höhe des Geschehens bleiben möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Social Media

Wenn du dich immer mal wieder auf SEO-Themen aufmerksam machen lassen möchtest, kannst du zum Beispiel ein paar richtig guten SEO-Accounts auf Twitter folgen.

@SEO_Suedwest kennst du schon vom Podcast SEO im Ohr. Auch auf Twitter gibt es hier gut aufbereitete News von Google & Co.

Auch Markus Hövener, Macher des oben genannten Search Camp-Podcasts, tummelt sich unter dem Namen @bloonatic auf Twitter. Der Podcast selber hat einen eigenen Twitter-Account unter @searchcamppod.

Olaf Kopp habe ich dir oben bereits mit seinem Blog empfohlen – auch auf Twitter ist er unter @Olaf_Kopp sehr aktiv und lesenswert.

Wenn du irgendwelche Fragen zu Bilder-SEO hast, findest du die Antwort im Zweifel bei Martin @Missfeldt.

In der @Zielbar, Online-Magazin für Marketing und Kommunikation, findest du deutlich mehr als nur SEO-News, genauso wie im UPLOAD Magazin aka @Uploadmag.

Und zum Schluss machen wir noch einen Schritt raus aus Twitter: In der Facebook-Gruppe WordPress & SEO kannst du Fragen rund um SEO und WordPress loswerden.

Google als Informationsquelle

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass du zu einem SEO-Thema in drei verschiedenen Blogs vier verschiedene Einschätzungen findest. Wo schaust du also nach, wenn du etwas über Google wissen und dabei ganz sicher sein möchtest?

Praxisbeispiel: Wie breit darf ein Meta-Title sein?
Dass man nicht immer allen Aussagen zu SEO rundum trauen kann, zeigen beispielhaft die diversen SERP-Snippet-Tools. Die sind sehr praktisch, wenn man versucht, das eigene Auftreten in Googles Suchergebnisseiten zu optimieren. Und zum Teil gibt es sie schon ewig, etwa von Torben Leuschner, von SEOmofo, von Seorch, von Ryte oder von Sistrix.

Wenn man ein und denselben Meta-Title nun in die verschiedenen Snippet-Tools eingibt, bekommt man nicht selten sehr unterschiedliche Ergebnisse. Was in dem einen Tool perfekt passt, ist in dem anderen zu lang. Mal werden die Meta-Title anhand von Zeichen, mal auf Basis von Pixeln gemessen. Und wie viele Zeichen oder wie viele Pixel erlaubt sind, sieht überall anders aus. Mit der mobilen Suche fangen wir gar nicht erst an.

Wenn man dann noch die Bewertung von SERP-Snippets innerhalb von CMS-Editoren, etwa in WordPress-SEO-Plugins wie YOAST oder RankMath, dazunimmt, bekommt man eine ziemlich bunte Mischung an Werten, die sich selten einig sind.

Wer hat also Recht?

Wem glauben wir, wenn wir ganz sicher sein wollen?

Am besten Google selbst. Denn im Zweifelsfall Recht hat eben Google. (Oder Ecosia, oder DuckDuckGo, oder bing, oder Yahoo oder… naja, im Zweifel halt Google.)

Die Informationen, die Google für Webmaster und SEOs herausgibt, sind in den letzten Jahren immer umfangreicher und zugänglicher geworden. Wie oben schon erwähnt, gibt es sogar ganze Online-Kurse von Google selbst.

Ein guter Ausgangspunkt ist Googles Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung. Darin verlinkt ist auch ein Hilfeforum, in dem man Fragen direkt an Google loswerden kann.

Die neuesten SEO-Nachrichten von Google finden sich im Blog der Google Webmaster-Zentrale.

Falls du lieber Videos schaust als zu lesen, kannst du dir außerdem im YouTube-Kanal Google Webmasters jede Menge Material rund um SEO und die Search Console anschauen.

Wenn du dich schon immer gefragt hast, anhand welcher Kriterien Google eigentlich die Qualität eines Suchergebnisses beurteilt, dann ist ein Blick in die sogenannten Quality Rater Guidelines garantiert sehr spannend. Die sind ein ursprünglich mal internes Dokument für Googles Search Evaluators – Mitarbeiter, die die Qualität der Suchergebnisse manuell bewerten sollen. Nachdem dieses Dokument ein paarmal geleakt wurde, hat Google es 2013 zum ersten Mal veröffentlicht (und seitdem immer wieder aktualisiert). Aber erwarte nicht zu viel: Die Guidelines entschlüsseln nicht den Google-Algorithmus. Sie sollen vielmehr den Such-Evaluatoren dabei helfen, über die Qualität von Suchergebnissen zu entscheiden und festzustellen, ob sie den Nutzer*innen einen echten Nutzen bieten.

Bücher über SEO

Selbst in Sachen SEO muss nicht zwangsläufig alles aus dem Netz kommen, es gibt auch einige empfehlenswerte Bücher über Suchmaschinenoptimierung, und die meisten kann man sogar in Papierform lesen. Aber natürlich auch als E-Books. 🙂

Sebastian Erlhofer: Suchmaschinen-Optimierung
Mit diesem Klassiker (seit 2018 in der 9. Auflage erhältlich) kann man nicht nur das Thema SEO, sondern auch dicke Kakerlaken erschlagen. Falls nötig.

Franz Enzenhofer: Understanding SEO
Leider nur auf Englisch. Und weniger eine konkrete Anleitung als eine Art SEO-Philosophie. Mit sehr starkem Meinungsfaktor, bei dem man hier und da auch schonmal anderer Meinung sein kann. Aber mehr als hilfreich, um zu verstehen, was hinter SEO eigentlich hintersteckt.

Am Ball bleiben

Das schöne und gleichzeitig anstrengende an allen digitalen Themen ist ja, dass sie sich ständig verändern. Bei SEO hängt viel vom Google-Algorithmus ab – wenn dort mal wieder ein Update ansteht, ist die Unruhe deshalb oft groß. Auch wenn die Grundlagen für erfolgreiches SEO inzwischen eigentlich ziemlich beständig sind, lohnt es sich deshalb, am Ball zu bleiben – je tiefer man in SEO drinsteckt, umso mehr. Zum Beispiel, um die neuen Entwicklungen beim Thema Strukturierte Daten mitzubekommen.

Wenn du einige der oben genannten Quellen in deine Informationsroutine mit aufnimmst, sollte das klappen. Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg dabei!

Und wenn es dir eher um einen Einstieg in das Thema, um Best Practices für das Optimieren der eigenen (WordPress-)Website oder um SEO für Texter und Texterinnen geht, dann weißt du ja jetzt, von wem du dich an die Hand nehmen lassen kannst. 🙂

 

Dr. Katja Flinzner
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