zahnraeder zoltan tasi • 3 Schritte zu deiner alltagstauglichen Matomo-Konfiguration

3 Schritte zu deiner alltagstauglichen Matomo-Konfiguration

Analytics ist wichtig. Wissen wir alle. Aber Hand auf’s Herz: Wie häufig hast du seit der Installation in dein Matomo-Dashboard geschaut? Am Anfang möglicherweise täglich – und dann? Ich kenne kaum jemandem, bei dem die anfängliche Neugier mehr als ein paar Wochen angehalten hat. Dann wird Matomo schnell zu einer Tool-Leiche, die man nur noch hat, weil man sich „irgendwann“ mal näher damit beschäftigen möchte. Aber dieses mysteriöse „Irgendwann“ rückt häufig noch weiter in die Ferne als der Tag, an dem du den Abstellraum mal endlich wieder aufräumst.

Hand auf's Herz: Wie häufig schaust du in dein Matomo-Dashboard? #matomo #konfigurieren #analytics #alltag Klick um zu Tweeten

Warum du Matomo hübscher einrichten solltest

Einer der Gründe dafür, dass viele sich die von Matomo gesammelten Besucherstatistiken sehr selten anschauen, liegt darin, dass es ihnen schwerfällt, daraus irgendwelche Erkenntnisse zu ziehen. Ah ja, die Besucherzahlen sind eher niedrig. Schade. Ab und zu sind Schwankungen drin. Ok. Aber was sagt mir das? Und wie kann ich Matomo dazu nutzen, besser zu werden?

Ein Analytics-Tool wie Matomo bringt dir nur dann etwas, wenn du erstens seine Daten verstehst und du sie zweitens auch zum Schärfen deiner Ziele und deiner Maßnahmen nutzt.

Dabei können dir schon drei kleine Schritte und Anpassungen in der Matomo-Konfiguration helfen – und die zeige ich dir hier.

Schritt 1: Segmentieren

Angenommen, du hast eine echte Publicity-Kampagne gestartet. Du hast angefangen, SEO richtig ernstzunehmen und viel Arbeit in SEO-Maßnahmen gesteckt. Und gleichzeitig hast du deine Social-Media-Aktivitäten verstärkt. Wie findest du jetzt heraus, welche dieser Maßnahmen tatsächlich etwas gebracht hat?

Graph der letzten Besuche im Matomo-Dashboard

One-Pot-Analytics ist kein Erfolgsrezept. In der Standardkonfiguration wirft Matomo alles in einen Topf.

Das größte Problem an den Matomo-Daten: In der Standardkonfiguration ist darin einfach alles zusammengefasst. Aufrufe über Suchmaschinen-Ergebnisseiten genauso wie direkte Zugriffe (etwa über die Eingabe deiner URL im Browser), geklickte Links anderer Websites und Zugriffe aus Social-Media-Posts heraus. Wenn das alles in einem Topf landet, hilft dir das bei der Erfolgsmessung nicht wirklich weiter. Aber genau für die Erfolgsmessung ist Matomo ja da.

Deshalb ist einer der ersten wichtigen Schritte, die du in deinem Matomo-Dashboard tun solltest, das Segmentieren.

matomo segmente anlegen • 3 Schritte zu deiner alltagstauglichen Matomo-Konfiguration
Du kannst nämlich für die unterschiedlichsten Dinge eigene Segmente anlegen.

Für Besuche, die interne Suchen anstoßen. Für Besuche, die mindestens 60 Sekunden dauern. Für Besuche aus bestimmten Kontinenten, Ländern oder Städten. Oder für Besuche, die Seiten mit einem bestimmten Titelbestandteil aufrufen, auf einer bestimmten Seite ein- oder aussteigen oder einen bestimmten Button klicken.

Klingt dir zu kompliziert? Muss auch nicht sein. Um die oben gestellte Frage nach dem Erfolg deiner verschiedenen Publicity-Maßnahmen beantworten zu können, reicht es erstmal, wenn du ein paar Segmente nach Kanaltyp anlegst.

Dafür klickst du auf den Button „Alle Besuche“ oben im Dashboard und wählst dann „Neues Segment hinzufügen“.

In dem dann folgenden Fenster vergibst du zunächst einen Namen für das neue Segment. Im Beispiel nennen wir das Segment SEO, denn wir wollen hier alle Besuche zusammenfassen, die über Suchmaschinen kommen – auf die also deine SEO-Maßnahmen direkten Einfluss haben.

Dann wählst du im ersten Pulldown unter dem Oberbegriff „Akquisition“ das Kriterium „Kanaltyp“ und im dritten Pulldown den Wert „SEARCH“ – für Suchmaschinen.

Screenshot Matomo Auswahlpulldown Segmentierungsbedingung

Im ersten Pulldown unter „Akquisition“ das Kriterium „Kanaltyp“ (hieß früher „Verweise“) auswählen.

 

Screenshot Matomo Kanaltyp-Auswahl SEARCH

Als Wert für den Kanaltyp „SEARCH“ auswählen.

 

Du siehst an den ODER/UND-Bedingungen für weitere Kriterien, dass du hier noch viel genauer segmentieren kannst. Wir brauchen es an dieser Stelle aber gar nicht komplizierter zu machen, als es ist.

„Speichern & Übernehmen“ klicken – fertig.

Matomo: Segment auswählen

Mit einem Klick Segmente auswählen – oder auch bearbeiten.

Dasselbe kannst du jetzt noch zum Beispiel mit dem Kanaltyp „SOCIAL“ für Social-Media-Verlinkungen und mit „WEBSITE“ für Backlinks von anderen Websites nachholen. Dann hast du innerhalb von 5 Minuten Matomo so konfiguriert, dass du aus den Daten ablesen kannst, welche deiner Maßnahmen besonders erfolgreich ist.

Wie findest du jetzt die Daten für die einzelnen Segmente?

Natürlich möchtest du jetzt auch wissen, wie du die Daten segmentiert auslesen kannst. Das könnte einfacher nicht sein: Wenn du jetzt nämlich nochmal auf den Button „Alle Besuche“ klickst, bekommst du dort alle angelegten Segmente angezeigt. Einfach einen davon anklicken – und schon enhält die Anzeige nur noch Daten, die zu diesem Segment gehören.

Weil es diesen Button quasi überall gibt, gilt das für alle Statistiken, die Matomo dir so auswirft – vom Dashboard über das Besucher-Log bis hin zu den sehr speziellen Auswertungen in der Rubrik „Verhalten“.
In 5 Minuten kannst du #Matomo so konfigurieren, dass es dir verrät, welche deiner Maßnahmen besonders erfolgreich ist. #Analytics #SEO #SocialMedia Klick um zu Tweeten

Schritt 2: Meilensteine notieren

Nun weißt du also, ob du den jüngsten Traffic-Anstieg deinen SEO-Maßnahmen oder doch der Social-Media-Offensive zu verdanken hast. Aber vielleicht möchtest du ja den Erfolg deiner Maßnahmen noch etwas genauer verfolgen?

Beispielsweise wäre es ja schön zu wissen, wie sich deine Blogartikel auf deinen Traffic auswirken. Vor allem, wenn du in die genauso viel Arbeit hineinsteckst wie ich. Mein Blogverhalten hat sich in den letzten 10 Jahren ja einmal um 180° gedreht. Während ich am Anfang (zum damaligen Thema passte das auch) noch kurze News-Meldungen rausgehauen habe, aber dafür fast jeden Tag, sind meine Artikel in den letzten Jahren immer länger geworden – und die Zeiträume dazwischen auch. (Aktuell auch weit über einen empfehlenswerten Rhythmus hinaus, aber das hat jede Menge Gründe, die nicht alle hierhergehören. Bitte nicht nachmachen.)

Ein Blogartikel, der wirklich Nutzen hat, kann jedenfalls verdammt viel Arbeit machen. An manchen sitze ich einen Tag, an anderen eine Woche. Und nicht selten fließt die Erfahrung aus mehreren Jahren mit ein.

Wenn dir das auch so geht, dann möchtest du natürlich auch wissen, ob sich die Arbeit gelohnt hat. Das zu messen, ist gar nicht so einfach, aber Matomo liefert dir zumindest ein paar Anhaltspunkte. Wenn du vorher fünf Minuten Arbeit hineinsteckst.

Wäre es nicht schön, wenn du wüsstest, ob deine Blog-Artikel sich auf deinen Traffic auswirken? #matomo #analytics #konfiguration Klick um zu Tweeten

Du kannst in Matomo nämlich sogenannte „Anmerkungen“ machen – und das wahlweise manuell oder – zum Beispiel, wenn du WordPress nutzt, automatisiert.

Automatisierte Anmerkungen über WordPress einrichten

WordPress und Matomo verstehen sich tatsächlich prima, und das nicht erst, seit es mit Matomo Analytics sogar das gesamte Matomo als WordPress-Plugin gibt.

Wenn du Matomo als Stand-Alone-Installation nutzt und mit WordPress verknüpfst, verwendest du für diesee Verknüpfung vermutlich ein Plugin wie WP-Piwik.

Matomo-Konfiguration über das WordPress-Plugin WP-Piwik: Notiz bei neuen Posts von folgenden Typen

In den Einstellungen von WP-Piwik kannst du Anmerkungen für Matomo automatisieren.

Darin findest du im WordPress-Dashboard unter Einstellungen > WP-Piwik > Tracking aktivieren eine Option „Notiz bei neuen Posts von folgenden Typen“. Wenn du dort bei „Beiträge“ ein Häkchen setzt, ergänzt Matomo in deinem Matomo-Dashboard eine Anmerkung – jedes Mal, wenn du einen neuen Blogartikel (= Beitrag) veröffentlichst.

Screenshot Matomo-Anmerkungen im Besucher-Graph

Mit einem Klick in der Plugin-Konfiguration setzt Matomo Anmerkungen bei jedem veröffentlichten Blogartikel.

 

Ähnlich sehen die Einstellungen auch beim oben genannten WordPress-Plugin Matomo Analytics aus.

Man kann Matomo über diese Funktion auch noch deutlich mehr Anmerkungen setzen lassen – zum Beispiel bei Änderungen (Revisionen). Dabei solltest du allerdings aufpassen, denn während eine solche Konfiguration vielleicht bei gründlichen Artikel-Überarbeitungen und -aktualisierungen hilfreich sein könnte, stiftet sie schnell Verwirrung und Unruhe, wenn jedes geänderte Komma eine Anmerkung auslöst. Meine Empfehlung deshalb: Bleib hier lieber sparsam, damit die Anmerkungen auch tatsächlich ihre Aussagekraft behalten.

In 3 Schritten zur alltagstauglichen Matomo-Konfiguration

Wo findest du die Anmerkungen in Matomo?

Für jede Anmerkung zeigt Matomo nun unter dem Graphen am jeweiligen Datum ein kleines Sprechblasen-Icon an. Wenn du draufklickst, zeigt Matomo dir Details zur Anmerkung an. Außerdem gibt es ein weiteres Sprechblasen-Icon in der Fußzeile des Blocks, mit dem du dir die Details zu allen Anmerkungen dieses Zeitraums anzeigen und sie ggf. bearbeiten kannst.

So erkennst du, ob sich der Traffic nach dem Veröffentlichen eines Artikels messbar verändert hat – oder auch nicht.

Anmerkungen in Matomo manuell setzen

Du kannst Anmerkungen im Matomo-Dashboard übrigens auch manuell setzen. Klicke dazu in der Anmerkungs-Ansicht (also nach Klick auf die Sprechblase) unten auf den Link „Neue Anmerkung anlegen„, trage Datum und Anlass ein und speichere. So kannst du zum Beispiel erfassen, ob sich auf deiner Website etwas getan hat, nachdem du einen Newsletter rausgeschickt, ein Webinar angeboten oder einen Workshop gehalten hast.

Schritt 3: Ziele definieren

Für diesen dritten Schritt brauchst du etwas mehr als 5 Minuten. Aber er lohnt sich, denn du erfährst dabei nicht nur viel über deine Besucher:innen, sondern auch über dich selbst.

Eines der größten Probleme an der Nutzung von Analytics-Tool ist nämlich, dass die Zahlen häufig losgelöst von den eigentlichen Unternehmenszielen betrachtet werden. Was Tools wie Matomo tracken, ist Traffic: Wie viele Menschen besuchen deine Website, wo kommen sie her, wie lange bleiben sie und wo gehen sie hin?

Das sind hilfreiche Informationen, aber Traffic-Zahlen alleine sagen rein gar nichts darüber aus, wie erfolgreich du bist. Du kannst jede Menge Traffic auf deine Blogartikel bekommen und trotzdem keine:n einzigen Kund:in damit gewinnen. Und andersherum kannst du mit wenigen Besuchen von den richtigen Personen deine Auftragsbücher zum Bersten bringen.

Traffic-Zahlen alleine sagen rein gar nichts darüber aus, wie erfolgreich du bist. #matomo #analytics #konfiguration #ziele Klick um zu Tweeten

Entscheidend ist also nie die reine Menge an Traffic. Entscheidend ist, dass deine Inhalte Menschen anlocken, die DEINE Ziele erfüllen. Die ihr Interesse an deinem Thema bzw. deinem Angebot signalisieren, indem sie deinen Newsletter abonnieren, deine WhitePaper herunterladen, dir eine LinkedIn-Kontaktanfrage schicken – oder sogar direkt deine Produkte kaufen, deine Kurse buchen oder dich für ihr nächstes Projekt beauftragen.

Damit du auch in deinen Analytics-Daten zwischen reinem Hintergrund-Rauschen und potenzieller Kundschaft unterscheiden kannst, kannst du in Matomo Ziele definieren.

Dafür solltest du dir natürlich erst einmal ein paar Gedanken darüber machen, was deine Unternehmensziele überhaupt sind. Und welche davon auf oder mit Hilfe deiner Website oder deiner Web-Präsenz allgemein (inklusive der Social-Media-Kanäle, Profile jeder Art, Gastbeiträge, Backlinks etc.) erreicht werden können. Wenn du das auf einzelne Aktivitäten heruntergebrochen hast, kannst du diese in Matomo anlegen.

Ziele definieren im Matomo-Dashboard

Um herauszufinden, ob deine Besucher:innen sich tatsächlich für dich und dein Angebot interessieren, kannst du in Matomo sehr konkrete Ziele definieren.

Das geht wie folgt:

Schritt-für-Schritt-Tutorial: So definierst du Ziele in Matomo

Unter Ziele > Ziele verwalten > Ein neues Ziel definieren kannst du im Matomo-Dashboard für deine Website ganz konkrete Ziele festhalten.

I. Namen vergeben
Zunächst gibst du dem Ziel einen kurzen Namen, der später zum Beispiel im Besucher-Log bei jedem errreichten Ziel als Bezeichnung genannt wird.

II. Beschreibung ergänzen (wenn du magst)
Um später noch besser nachvollziehen zu können, was du damit gemeint hast, kannst du außerdem eine längere Beschreibung angeben.

III. Bedingung definieren
Nun wählst du eine Bedingung für die Zielerreichung. Dabei kannst du zwischen bestimmten vordefinierten Bedingungen wählen oder über JavaScript manuelle Zielbedingungen anlegen.
Wir bleiben hier bei den vordefinierten Bedingungen, für die du zwei Angaben festlegen musst: einen Aktionstyp und einen Aktionswert.

Als Aktionstyp hast du die Wahl zwischen

  • dem Besuch einer bestimmten URL (oder einer Gruppe von URLs)
  • dem Besuch einer Seite mit einem bestimmten Titel(teil)
  • dem Auslösen eines Ereignisses
  • dem Herunterladen einer Datei
  • dem Klick auf eine externe Website oder
  • dem Verweilen für eine bestimmte Zeitdauer.

Dann definierst du das Erreichen der Bedingung durch einen bestimmten Wert. Dabei kannst du festlegen, dass die Übereinstimmung exakt sein muss („ist genau“), kannst nur einen Teilausdruck festlegen („beinhalten“) oder auch über reguläre Ausdrücke („entspricht dem Ausdruck“) ein Muster für einen Wert definieren (zum Beispiel: darf nur Zahlen enthalten).
Außerdem kannst du festlegen, ob nach Groß- und Kleinschreibung unterschieden werden soll.

Ein Beispiel:

Das Ziel „Newsletter-Abonnement“ ist dann erreicht, wenn der Registrierungsprozess erfolgreich durchlaufen ist. Als Ziel in Matomo kannst du also festlegen:

Das Ziel ist erreicht, wenn eine angegebene URL besucht wird, und diese URL genau http://deine-website.de/newsletter/registrierung-erfolgreich/ ist.

Ziel: Newsletter-Abonnement

Erfolgreich abgeschlossene Newsletter-Registrierung als Ziel definieren.

IV. Mehrfacherreichung erlauben – oder nicht
Nun kannst du noch festlegen, ob ein Ziel nur einmal oder mehrfach pro Besuch erreicht werden darf. Je nach Ziel ist mal das eine, mal das andere sinnvoll. Ein Newsletter-Abo oder eine bestimmte Besuchsdauer sind wohl eher nur einmal pro Besuch sinnvoll – das Klicken bestimmter externer Links oder das Aufrufen von Artikeln zu einem bestimmten Thema könnte man auch mehrfach pro Besuch zählen lassen. Die Entscheidung liegt bei dir.

V. Monetäre Werte zuordnen
Und last but not least kannst du deinem Ziel einen monetären Wert verpassen – ein „Ertrags-Ziel“.

Moment mal – monetäre Werte? Geldbeträge? Ist das nicht nur für Online-Shops sinnvoll? Keineswegs. Einem Newsletter-Abo oder einer Kontaktanfrage kann man durchaus einen konkreten monetären Wert zuorden – wenn man entsprechende Daten hat, aus denen die sich ableiten lassen. Relativ einfach ist das zum Beispiel bei Wartelisten für Online-Kurse: Wenn du Erfahrungswerte dafür hast, wie viel Prozent deiner Warteliste den Online-Kurs hinterher buchen, kannst du aus dieser Zahl in Verbindung mit dem Preis des Kurses einen konkreten Wert ableiten.

Aber selbst wenn du solche Daten und Erfahrungswerte nicht hast, kannst du die Funktion des „Ertrags-Ziels“ für dich nutzen. Zum Beispiel, indem du zwar mit fiktiven Werten arbeitest, diese aber in Relation zueinander setzt. Der Aufruf einer bestimmten Themenseite hat im Zweifel einen geringeren Wert als das Abschließen eines Newsletter-Abos. So kannst du auch sehr unterschiedlich gewichtete Ziele in Beziehung zueinander setzen.

Schritt-für-Schritt-Tutorial: So definierst du Ziele in Matomo. #matomo #analytics #ziele #konfiguration Klick um zu Tweeten

Wo findest du Daten zu deinen erreichten Zielen in Matomo?

Die von dir angelegten Ziele werden zum Beispiel im Besucher-Log angezeigt – für jede Zielerreichung eine Flagge, und ein grünes Feld mit der Anzahl der erreichten Ziele. Außerdem bekommst du in der Ziel-Übersicht jede Menge Daten zu deiner Ziel-Konversion: Wie hoch ist die Anzahl deiner Besucher, bei denen (mindestens) ein Ziel erreicht wurde? Diese Konversionrate kannst du allgemein für alle Ziele und einzeln für jedes angelegte Ziel auslesen.

Dashboard-Übersicht in Matomo: Besuche in Echtzeit mit erreichten Zielen

Jede Flagge ein erreichtes Ziel.

Achtung: Ziele werden immer nur in die Zukunft getrackt, nicht rückwirkend für bereits vergangene Besuche. Fang also am besten direkt mit dem Definieren deiner Ziele an!

Was hast du von deiner durchdachten Matomo-Konfiguration?

Nun weißt du, wie du deine Matomo-Installation in wenigen Schritten so einrichten kannst, dass die Daten dir mehr über den Erfolg deiner Maßnahmen verraten. Und damit ist das Analytics-Tool für dich endlich nicht mehr nur die BlackBox, aus der irgendwelche kryptischen Daten herauskommen, mit denen du eh nichts Konkretes anzufangen weißt.

Was genau dir die so erhobenen Daten bringen, schauen wir uns abschließend noch einmal gemeinsam an:

Was bringen dir die Segmente?

Erst wenn du deine Analytics-Daten in Segmente trennst, kannst du messen, ob eine Entwicklung auf SEO-Maßnahmen oder auf anderes zurückzuführen ist. Du kannst also deine SEO- und Social-Media-Maßnahmen oder auch deinen Backlinkaufbau strategischer angehen, weil du besser herausfinden kannst, was funktioniert.

Was bringen dir die Anmerkungen?

Du erhältst hilfreiche Daten vor allem für dein Content Marketing, wenn du alle Blogartikel oder neu veröffentlichten Seiten trackst und dir anschaust, was sie für einen Einfluss auf die Besucherzahlen hatten. Erreichst du damit neue Besucher und Besucherinnen? Oder bleibt alles immer irgendwie gleich, was bedeuten würde, dass deine Stammleser:innen im Zweifel einfach alles lesen, was du veröffentlichst?

Was bringen dir die Ziele?

Das Festlegen von Zielen hilft dir dabei, nochmal einen Schritt zurückzugehen und dich zu fragen, was du eigentlich erreichen möchtest. Aber Achtung: Erliege nicht der Versuchung, dich dabei selber auszutricksen.

Das ist ein bisschen wie mit den SEO-Plugins, bei denen man das Keyword eintragen möchte, für das man die beste Ampel-Wertung bekommt. Wenn du nur Ziele definierst, die du einfach erreichen kannst, verschaffst du dir vielleicht ein gutes Gefühl (auch nicht das Schlechteste aller Ergebnisse), aber ob das dein Business weiterbringt, ist eine andere Frage.

Überleg dir also genau, welche Ziele dir wirklich etwas bringen. Ihnen dabei einen monetären Wert zu verpassen kann dir bei der Frage helfen, ob es tatsächlich ein relevantes Ziel ist.

Nimm dir Zeit!

Wenn du alle oben beschriebenen Schritte umgesetzt hast, hast du jetzt möglicherweise denselben Effekt wie direkt nach der Installation von Matomo: Du schaust täglich rein und bist neugierig, was deine neu strukturierten Zahlen dir verraten. Das ist super! Vergiss dabei aber nicht, dass all deine Maßnahmen Zeit brauchen. SEO-Erfolge stellen sich nicht von heute auf morgen ein, und auch wenn die Wirkung von Social-Media-Kampagnen deutlich schneller messbar ist, ist nachhaltiger Erfolg, der sich über die Zeit aufbaut, deutlich wertvoller als ein vielleicht hoch, aber nur kurz aufflammendes Social-Media-Flämmchen.

Statt jetzt jeden Tag wie ein Luchs deine Zahlen zu beobachten, mach dir deshalb besser einen langfristigen Plan. Nimm dir konkrete Zeiten vor, zu denen du deine Analytics-Daten überprüfst und auswertest und gerne auch deine Ziele nochmal auf den Prüfstand stellst. Passen sie noch zu dem, was du erreichen willst? Und vor allem: Leite dann auch konkrete Maßnahmen aus den Daten ab. Denn nur wenn du das tust, hat dein Analytics-Tool mehr als rein dekorativen Charakter, und kann tatsächlich etwas für deinen Erfolg tun.

KF/ciq

 

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Dr. Katja Flinzner
3 Kommentare
  1. Avatar
    Henning Uhle sagte:

    Einige Tage lag der Artikel in meinem Browser ungelesen herum. Ich hatte leider keine Zeit zum Lesen.

    Ich denke, dass ich damit ein paar mehr Infos aus Matomo bekomme. Und dann werden ja auch die regelmäßigen Email-Berichte sinnvoll. Danke für die Erleuchtung.

    Aber eins beschäftigt mich dann doch: Kann man als Nebenbei-Blogger die Dinge 1:1 umsetzen? Ich meine, ich werde mit dem Blog nicht reich. Und darüber muss ich noch nachdenken.

    Antworten

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