Europas eCommerce 2014: Zahlen und Fakten

Der European B2C E-commerce Report 2015: Jede Menge Zahlen und Fakten zum europäischen eCommerce

Der European B2C E-commerce Report 2015: Jede Menge Zahlen und Fakten zum europäischen eCommerce | Grafik: Ecommerce Europe

Vor wenigen Tagen hat Ecommerce Europe seinen neuen Branchenreport 2015 veröffentlicht. Darin: Jede Menge Zahlen. Viel Wachstum. Und noch immer viel Potenzial.

Um durchschnittlich 14 % sind die Umsätze im europäischen B2C-Commerce im Jahr 2014 gestiegen, auf insgesamt 423,8 Mrd. Euro. Ein Großteil davon (87 %) entfällt auf die 28 EU-Mitgliedsstaaten, die gemeinsam einen eCommerce-Umsatz von 368,7 Mrd. Euro erwirtschafteten.

Damit lässt der europäische eCommerce-Markt den drittgrößten Markt der Welt, die USA (394 Mrd. Euro), weiter hinter sich und konsolidiert seinen zweiten Platz weltweit hinter dem asiatisch-pazifischen Markt (508 Mrd. Euro) mit einem weiterhin ungebremst wachsenden China (405 Mrd. Euro).

Wirtschaftliche Bedeutung wächst weiter
Aber nicht nur im globalen Vergleich zeigt der europäische eCommerce seine Stärken, auch innerhalb Europas wächst seine Bedeutung. Den 14 % eCommerce-Wachstum steht nämlich in Europa parallel eine durchschnittliche Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um gerade mal 1,6 % gegenüber. In den EU-Mitgliedsstaaten liegt die Steigerungsrate sogar nur bei im Schnitt 1,4 %. 

Konsequenterweise steigt damit auch der Anteil des eCommerce am BIP weiter an. In den vergangenen fünf Jahren hat er sich beinahe verdoppelt und erreicht jetzt 2,45 % des gesamten BIP. Schätzungen zufolge wird dieser Anteil in den kommenden fünf Jahren sogar noch schneller anwachsen und im Jahr 2020 etwa 6 % erreichen.

Neben den reinen Umsatzzahlen lässt sich das Wachstum des eCommerce auch an anderen Faktoren ablesen. Beispielsweise an der Anzahl der Online-Shops oder der Menge an versendeten Paketen. Den Schätzungen von Ecommerce Europe zufolge gab es im Jahr 2014 in Europa etwa 715.000 B2C-Shops (65.000 mehr als noch im Vorjahr) und es wurden 4 Mrd. Pakete verschickt (300 Mio. mehr als 2013).

Und, eignet sich der eCommerce auch als Jobmotor? Die direkt oder indirekt auf den B2C-eCommerce zurückzuführenden Jobs haben 2014 eine geschätzte Anzahl von knapp 2,5 Millionen erreicht.

Großbritannien behält führende Rolle
Und welche Staaten haben die Nase vorn? In dieser Hinsicht hat sich nicht viel verändert: Nach wie vor ist Großbritannien der größte eCommerce-Markt Europas – und der drittgrößte der Welt. Mit einem angesichts der weiten Entwicklung bemerkenswerten Wachstum von 14,7 % erreichte der britische B2C-eCommerce eine Umsatzsumme von 127,1 Mrd. Euro, womit Großbritannien alleine für beinahe 30 % des europäischen eCommerce-Umsatzes verantwortlich zeichnet. Noch einmal 30 % erwirtschaften Deutschland (71,2 Mrd. Euro) und Frankreich (56,8 Mrd. Euro) gemeinsam.

Wachstum in Osteuropa
Auch wenn die Top 3 zusammen 60 % des eCommerce-Marktes beschreiten: Der Rest Europas holt auf. Die Wachstumszahlen der osteuropäischen Märkte sind durchaus bemerkenswert: Im Schnitt kommen sie auf 24,6 %. Als mit Abstand größter osteuropäischer Markt macht vor allem Russland sich auf den Weg: Mit einem eCommerce-Umsatz von 18,8 Mrd. Euro erreichte der B2C-Online-Umsatz dort 25,4 % mehr als im vergangenen Jahr und Platz 4 in Europa. Das größte Wachstum verzeichnet der noch kleine bulgarische Markt, der 2014 mit einer Steigerung um satte 30,3 % auf 254 Mio. Euro kam. Für das kommende Jahr rechnen die Beobachter vor allem in der Ukraine mit starkem Wachstum: dort könnten mit einer Steigerungsrate von 35 % Umsätze in Höhe von 3 Mrd. Euro erreicht werden.

Ihr braucht noch mehr Zahlen und Fakten? Dann solltet Ihr Euch die Light Version des European B2C eCommerce Report 2015 von Ecommerce Europe nicht entgehen lassen.

KF/msh

Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
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