99% der spanischen Online-Shopper sind zufrieden mit ihrem Einkauf

Im Süden Spaniens gibt es deutlich mehr Online-Shopper als im Norden | Quelle: webloyalty

Im Süden Spaniens gibt es deutlich mehr Online-Shopper als im Norden | Quelle: webloyalty

Webloyalty, Anbieter von Bonusprogrammen für Online-Shops, hat in seiner Studie Online Shoppers 2014 España zum zweiten Mal die spanischen Online-Shopper und ihre Gewohnheiten und Erfahrungen näher unter die Lupe genommen. Eines der bemerkenswerten Ergebnisse: 99% aller spanischen Online-Shopper sind zufrieden mit ihrem Einkauf. Soweit scheint also alles ganz rund zu laufen im spanischen Online-Handel. Befragt wurden für die Studie 1.500 Online-Shopper über 18 Jahren.

 

Wie sieht der spanische Online-Shopper aus?

Der durchschnittliche spanische Online-Shopper ist der Studie zufolge weiblich, zwischen 35 und 44 Jahren alt, kommt aus Südspanien und lebt in einem 2-Personen-Haushalt. Nun ja, das wäre die Zusammenstellung der häufigsten Antworten der Studie. Mit 52% liegen die Frauen knapp vor den Männern, und den 35- bis 44-Jährigen (30,9%) dicht auf den Fersen sind die 25- bis 34-Jährigen (30,1%). Über-65-Jährige sind in Online-Shops noch eher die Ausnahme: gerade mal 6,5% machen sie aus.

Interessant sind die geographischen Divergenzen: Der Studie zufolge kaufen im Nordwesten Spaniens (in Galizien, Asturien, Kantabrien und im Baskenland) deutlich weniger Menschen online ein als im Süden, etwa in Andalusien. Grundsätzlich deckt sich das mit anderen Studien, in denen neben den Ballungszentren Madrid und Barcelona vor allem für Valencia und Andalusien als Online-Shopping-Hochburgen genannt werden.

 

Wer kauft wann wo ein?

Online-Shopper sind vertraut mit dem Internet: 84% der Befragten sind mehrmals täglich online. Lediglich 1% geht weniger als einmal in der Woche ins Netz. Und wer einmal online eingekauft hat, tut dies auch wieder – 62% der Shopper hat 5x oder mehr online eingekauft. Kein Wunder, wenn nahezu alle Online-Shopper mit ihrem Einkaufserlebnis zufrieden waren.

Am häufigsten wird auf den großen internationalen Plattformen eingekauft: amazon (35%) und eBay (29%) haben die Nase vorn, auch Shopping Clubs wie Groupon (17%) oder Groupalia (14%) erfreuen sich großer Beliebtheit. Der einzige spanische Einzelhändler unter den Top 8 ist die Kaufhauskette El Corte Inglés (12%), getoppt noch von der staatlichen spanischen Eisenbahngesellschaft renfe (16%).

Nachmittags und abends wird am meisten eingekauft, 64% der Befragten kaufen regelmäßig zu ähnlichen Uhrzeiten ein. Um besonders gute Angebote zu erwischen, wird auch schon einmal mit einem Einkauf gewartet – extra früh aufstehen für ein besonders gutes Schnäppchen kommt allerdings nur für 21,4% der Shopper in Frage.

 

Was wird gekauft – und was nicht?

In die Branchen kommt Bewegung: Zum ersten Mal haben in dieser Studie Modeartikel (47%) die Nase vorn und überholen den spanischen eCommerce-Dauerbrenner Reise und Touristik (46,2%).  Elektronik und Technik folgen auf Rang 3 (45,1%).

Gekauft wird grundsätzlich fast alles – auch der Online-Lebensmittelsektor ist in Spanien durchaus erfolgreich. Dennoch sind frische Lebensmittel für 18,3% ein No-Go für den Online-Einkauf – 10,9% sagen allerdings auch, sie würden niemals Kleidung online kaufen. Auch Autos (7,3%) und Medikamente (6,7%) fallen für einige Shopper in die Kategorie der Produkte, die sie lieber offline kaufen.

 

Vertrauen als Schlüsselfaktor

Fragt man die spanischen Online-Shopper, warum sie bestimmte Dinge in einem bestimmten Shop nicht kaufen würden, steht an erster Stelle das fehlende Vertrauen: 32% der Shopper nennen diesen Faktor als Hinderungsgrund für einen Online-Einkauf, gefolgt von dem Wunsch nach direktem, persönlichem Kontakt. Die übrigen Hemmfaktoren wie Hygiene/Gesundheit, Preis, problematische Rückgabe/Reklamation landen weit abgeschlagen bei 6% oder sogar unter 3%.

 

Size does matter

Die Spanier sind technikaffin und die Smartphone-Verbreitung ist hoch. Dennoch kaufen 93% der Befragten lieber am Desktop oder Laptop ein – je kleiner der Bildschirm, desto weniger Spaß macht offenbar der Einkauf. Passend dazu sind auch Shopping-Apps weniger verbreitet, der Besuch der Website ist auch auf Smartphones oder Tablet beliebter.

> Zur vollständigen Zusammenfassung der Studienergebnisse (auf Spanisch)

KF/msh | Quellen: ecommerce-news.es | webloyalty/ipsos

Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
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