Logistik-Gerüchteküche: Klingelt amazon bald selbst?

By Adam Matan (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Schon jetzt mit mehr als einem Bein im Logistik-Geschäft: amazon-Abholstation in den USA | Foto: Adam Matan (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Und weiter geht’s mit dem Logistik-Karussell. Berichten zufolge könnte es sein, dass amazon in Deutschland in näherer Zukunft  seinen eigenen Paketdienst aufbaut. Auch wenn es noch keine offizielle Bestätigung von Seiten amazons gibt – dementiert wurden die Berichte bislang auch nicht. Sinn würde ein solcher Schritt durchaus ergeben – schließlich ist die Logistik als Bottleneck des eCommerce letzten Endes die entscheidende Schnittstelle, die über die Zufriedenheit des Kunden mit dem Einkaufserlebnis entscheidet. Ähnlich wie zahlreiche Kunden beschwert sich auch amazon selbst seit langem über die Zuverlässigkeit der beauftragten Paketdienste, sowohl hier als auch in den USA. Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Zustellung als zentrale Kundenschnittstelle selber in der Hand zu haben, wäre zweifelsohne ein deutlicher Fortschritt. Und inzwischen dürfte der Händler wohl auch ein genügend großes Paketvolumen haben, dass sich das auch rechnen könnte.

Dass amazon weiter als bis zum Übergabepunkt an den Paketdienst denkt, hat das Unternehmen ohnehin schon lange deutlich gemacht. Von der möglichen Beteiligungen an Logistikfirmen bis hin zur Einrichtung eigener Abholstationen – der amazon locker – in den USA. Wer weiß, vielleicht machen diese irgendwann auch den deutschen Paketstationen und -shops Konkurrenz?

Von der Lebensmittel- zur Paketlogistik?

Ein Indiz für den Logistik-Ausbau könnte aus Richtung des Lebensmittel-Onlinehandels kommen. Bewahrheiten sich die Gerüchte, dass amazon mit dem Lebensmittellieferdienst amazon fresh, wie schon für vergangenen Sommer angekündigt, 2015 tatsächlich nach Deutschland kommt, dürfte sich das durchaus als erster Schritt in Richtung einer unabhängigen Lieferlogistik interpretieren lassen. Schließlich setzt amazon für die Lebensmittellieferungen sowieso seine eigenen Lieferwagen ein. Ob und wie amazon fresh kommt, ist allerdings noch völlig offen – mehr als einen Bericht in der aktuellen Printausgabe der Wirtschaftswoche gibt es dazu noch nicht. Und auch ob daraus dann tatsächlich ein eigener Logistikzweig wird, bleibt abzuwarten. DHL, DPD & Co. dürften trotzdem bereits kalte Füße bekommen…

KF/msh | Quellen: Paketda! | inside digital | Logistik Watchblog

Dr. Katja Flinzner

Dr. Katja Flinzner

Textnerd, Teilzeit-Techie und Teejunkie. Sitzt an der Schnittstelle von Content und SEO und bringt komplexe digitale Themen in Fachartikeln, Workshops und Online-Kursen auf den Punkt. Bloggt seit 19 Jahren und schreibt heute hauptsächlich über Web, IT, eCommerce und digitale Bildung.
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