eCommerce in Belgien: Hohe Wachstumsraten, viel Potenzial, herausfordernder Markt

Laut Einschätzungen von Branchenverbänden und Politikern hat Belgien in Sachen eCommerce einen ernstzunehmenden Aufholbedarf. Trotz eines Wachstums um 23,8% im Jahr 2011 lag der online erwirtschaftete Umsatz im vergangenen Jahr bei gerade mal 1,1 Mrd. EUR  – der eCommerce im Nachbarland Niederlande erreichte beinahe doppelt so hohe Umsatzzahlen.

Grund für die langsame Entwicklung des Online-Marktes ist laut Patricia Ceysens, Präsidentin des flämischen Parlaments, die große Dichte an Ladengeschäften und das relativ späte Durchsetzen von Breitbandverbindungen.

Doch auch die Belgier entdecken so langsam die Vorteile des Online-Einkaufs. Bevorzugt werden Elektrogeräte und Kleidung im Internet gekauft. Viel Potenzial nach oben gibt es im Lebensmittel-Online-Handel, wobei der Großteil der Supermarktketten sich langsam dem Vertriebskanal Internet öffnet, so der Branchenverband BeCommerce.

Neben den oben genannten Faktoren dürfte sicherlich eine weitere Charakteristik des belgischen Marktes das Engagement der Händler bremsen. Denn wer in Belgien den kompletten Markt bedienen will, muss das in drei verschiedenen Sprachen tun: Je nach Region spricht man in Belgien entweder Französisch, Flämisch (ähnlich dem Niederländischen) oder Deutsch. Und für alle drei Sprachen gibt es jenseits der Grenze bereits starke eCommerce-Märkte. Interessant wäre deshalb sicherlich zu wissen, in welchem Maß die belgischen Verbraucher die Möglichkeit nutzen, grenzüberschreitend online einzukaufen. Ihren Reiz dürften die umfangreichen Märkte der Nachbarländer zweifelsohne haben – nur schlagen sich die dort erwirtschafteten Umsätze natürlich nicht in den belgischen Zahlen nieder…

KF/msh | Quelle: BeCommerce

Dr. Katja Flinzner
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