Der Supermarkt der Zukunft - aber nur im Schneckentempo

Von Sensoren, Schneckentempo und dem Supermarkt der Zukunft

Wie amazon uns das Schlangestehen abgewöhnen will. Kennt ihr das? Ihr wollt nur mal schnell einen Smoothie für die Mittagspause holen – und steht erstmal eine Viertelstunde in der Schlange an der Kasse an. Ärgerlich, oder? Diese verlorene Zeit! Wäre es nicht viel praktischer, man könnte einfach den Smoothie aus dem Regal nehmen und wieder gehen? Und irgendwer irgendwo würde trotzdem wissen, was wir eingekauft haben und die Kosten einfach von unserem Konto abbuchen?

eFood

Interviewbeitrag in der taz: amazon fresh und der eFood-Markt

Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis amazon fresh in Deutschland startet. In den USA hat der Handelsgigant schon vielfältige Erfahrungen sammeln können. Wie wird sich der Einstieg von amazon auf den noch eher gemächlichen deutschen Lebensmittel-Onlinehandel auswirken? Wie sieht es mit Verpackung und Logistik aus? Kommt unser Joghurt demnächst per Lieferdrohne zu uns? Und wie beeinflusst der Online-Handel gegebenenfalls die Lebensmittelherstellung? Die taz hat sich mit dem eFood-Markt befasst und dazu unter anderem auch mich befragt.

Verpackung im Online-Lebensmittelhandel

Verpackt noch mal. Logistik im Online-Lebensmittelhandel

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik hat sich vor kurzem den Online-Lebensmittelhandel vorgeknöpft. Anhand von Testbestellungen wurde die Logistikdienstleistung hinter der Online-Bestellung unter die Lupe genommen. Bewertet wurden neben Lieferservice, Pünktlichkeit und Qualität der Lebensmittel vor allem auch verpackungsrelevante Kriterien wie Material, Volumen und Entsorgung sowie – entscheidend für Kühlwaren – die Temperatureinhaltung.

eFood in Spanien: Eroski setzt auf Multi-Channel

Wenn auch die Zahlen insgesamt noch weit hinter anderen europäischen Märkten hinterherhinken: Auch in Spanien ist im eFood-Sektor deutliches Wachstum zu verzeichnen. Neue Zahlen hat jetzt die im baskischen Bilbao beheimatete Supermarktkette Eroski veröffentlicht. Die Kette verzeichnet für das erste Halbjahr 2015 ein Wachstum von 15 % in seinen Online-Kanälen und setzt weiter auf die Bespielung unterschiedlichster Kanäle.

Lebensmittel aus dem Netz: Wie Europäer online einkaufen (wollen)

Ganz, ganz langsam nimmt der Lebensmittel-Onlinehandel auch in Deutschland Fahrt auf. Immer mehr Studien bescheinigen ihm steigende Beliebtheit und gute Perspektiven – im Vergleich zu anderen Ländern (etwa Frankreich) steckt der Markt aber noch in den Kinderschuhen. Abgesehen von REWE gibt es auch nach wie vor keinen einzigen wirklich ernstzunehmenden Anbieter – es muss sich also noch einiges tun, wenn der Markt ein mit Frankreich, Großbritannien oder auch Spanien vergleichbares Niveau erreichen soll.

Logistik-Gerüchteküche: Klingelt amazon bald selbst?

Und weiter geht’s mit dem Logistik-Karussell. Mehreren Berichten zufolge könnte es sein, dass amazon in Deutschland in näherer Zukunft seinen eigenen Paketdienst aufbaut.

Aldi geht online – auf der Insel

Der britische Aldi – bald auch mit Warenkorb-Button? | Screenshot: aldi.co.uk

Zu geplanten Online-Aktivitäten befragt, hat sich Aldi in den vergangenen Jahren stets ablehnend geäußert. Zu groß nahm man das Risiko wahr, dass ein Aldi-Online-Shop den Ladengeschäften schaden könnte. Und im deutschen Mutterland des Konzerns ist der Lebensmittel-Onlinehandel nun auch nicht gerade ein Erfolgsmarkt.

eFood auf der Insel: Stetes Wachstum bei Ocado

Der Lebensmittel-Onlinehandel in Großbritannien scheint sich weiter zu konsolidieren. Das zumindest legen die jüngst veröffentlichten Zahlen von Ocado nahe. Der eFood-Pure Player konnte seine Umsätze im vergangenen Quartal um 15 % steigern und erreichte einen Gesamtumsatz von 355 Mio. EUR.

Regionale Lebensmittel von Rocket Internet: Bonativo kündigt sich an

Eine schlichte Ankündigungsseite mit einer Benachrichtigungsoption. Bonativo möchte uns als „Wochenmarkt im Internet“ mit Produkten von Herstellern aus unserer Region versorgen. So weit, so gut – klingt nach einer netten Geschäftsidee, denn regional ist in. Und würde dennoch sicherlich nicht für viel Wirbel sorgen, schon gar nicht vor dem Launch.

Von mir bei netzaktiv: Was bremst den deutschen Lebensmittel-Onlinehandel?

Wer einmal durch Frankreich fährt, kann die zahllosen Drive-In-Märkte nicht mehr übersehen und in Großbritannien wurden im vergangenen Jahr Lebensmittel im Wert von 8 Mrd. Euro online eingekauft. Lebensmittel-Onlinehandel kann also funktionieren. Warum aber will der Sektor in Deutschland einfach nicht in die Gänge kommen? In meinem heutigen netzaktiv-Artikel gehe ich den Gründen nach, warum der Lebensmittel-Onlinehandel bei uns noch immer in den Kinderschuhen steckt.